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Über uns

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Projekt gEMiDe - Förderung des gesellschaftlichen Engagements von MigrantInnen und Deutschen

Entstehungsgeschichte:

Die Projektleiterin Hülya Feise hat gEMiDe aus einer Fraueninitiative („Lachendes Gesicht“), die im Jahre 1999 stattfand, mit Unterstützung des bei der Stadt Hannover angesiedelten „Referats für interkulturelle Angelegenheiten“ systematisch und ehrenamtlich aufgebaut. Es ist ihr vordergründiges Interesse, die Bürgerbeteiligung von Migrantinnen und Migranten zu fördern und damit den integrativen Ansatz zu verfolgen. 

gEMiDe bildet eine Schnittstelle zwischen an ehrenamtlicher Tätigkeit interessierten Migrantinnen und Migranten und bedürftigen, einsamen oder einfach interessierten Einheimischen. Einige der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erlebten bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zum ersten Mal, dass z.B. ein deutscher Haushalt nicht so sehr viel anders aussieht als der ihrige. Sie genießen es, nicht mehr in erster Linie als „AusländerIn“, sondern vielmehr als Mensch, der etwas tut beurteilt zu werden.

"Seit ich in Deutschland bin, werde ich immer nur als Türkin gesehen. Ich werde gefragt, wie es in meinem Land ist. Seit ich als freiwillige Lehrerin arbeite, stellt man mir andere Fragen; Meine Person und der Inhalt meiner Arbeit stehen plötzlich im Vordergrund: Wie ist es, mit Analphabeten zu arbeiten? Oder:  Wieso sind sie Märchenerzählerin?" (Naciye K., Mitarbeiterin gEMiDe )

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Grundsätzliches Ziel ist die Förderung der gegenseitigen Integrationsbereitschaft, der individuellen Fähigkeiten sowie der gegenseitigen Anerkennung von Deutschen und MigrantInnen. Die Arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von gEMiDe verrichten, haben einen doppelt positiven Effekt: Sie sind nützlich für die Gesellschaft und sie helfen ihnen selbst, mit der Gesellschaft, in der sie ihr Leben verbringen, in Kontakt zu treten. Sie können untereinander und mit deutschen Familien oder Einzelpersonen auf einer Ebene -auf derselben Augenhöhe- kommunizieren.

Ein weiteres Ziel ist es, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Selbsthilfepotentiale zu fördern und die Qualifizierung zur Lösung sozialer Probleme, die Aufrechterhaltung oder Neuorganisation sozialer Kontakte zu schaffen, sie zu befähigen und zu unterstützen, ihre mitgebrachte Lebensgeschichte in Interaktion mit der neuen Umgebung zu erweitern.

"Ich bin 13 Jahre alt und gehe in die 7. Klasse. Ab und zu mal pass ich auf Kinder auf, wenn die Mütter zu Elternabenden gehen müssen oder wichtige Sitzungen haben. Mir macht es Freude, mit den Kindern Zeit zu verbringen, weil sie mich mögen. Ich musste in der 5. Klasse zu einer anderen Schule wechseln, weil meine Noten nicht so gut waren. Ich habe mich während dieser Zeit schlecht gefühlt, weil ich in der Schule Probleme hatte. Ich hatte das Gefühl, dass die anderen mich nicht mochten. Sie hatten mich geärgert, weil ich keine Markenklamotten trug. Jetzt bin ich in der Klasse die Beste. Ich habe kapiert: 'Du sollst sein wie du bist, nur gut und schlau sein'." (Ayşegül T., Mitarbeiterin gEMiDe )

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Einzelpersonen, Familien, Behinderte profitieren von den Besuchen und dem Engagement der Ehrenamtlichen. Das Projekt wurde Januar 2000 bis Juni 2001 von Hülya Feise ehrenamtlich aufgebaut. Vom 01. 07. 2001 bis 31. 12. 2001 arbeitete gEMiDe mit Honorarmitteln. Projektträger war bis zum 31.12.2015 der Bund Türkischer Europäischer Unternehmer/-Innen; BTEU e.V. Seit dem 01.01.2016 ist gEMiDe e.V Trägerverein der Projekte von gEMiDe.

 

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Hülya Feise (Dipl. Soz.-Päd.)

gEMiDe e.V.

0178 826 30 32

   0 511 89 73 540

info@gemide.org

 
     
 
 
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